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Wo werden Akkorde eingesetzt?

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Wo werden Akkorde eingesetzt?


Einführung
Alle Beispiele sind hier in C angegeben. Das heisst, der Grundton ist immer C. Der Aufbau kann aber in alle Tonarten verschoben werden.Die Beispiele mit Bässen beziehen sich auf das B-Örgeli.Beim Begleiten arbeiten wir mit Quinten. Hilfreich ist dabei der Quintenzirkel.Beim Schwyzerörgeli sind die Bässe im Quintenabstand angeordnet. ( Zwischen Bass 1 und Bass 2 ist also eine Quinte)
Zum Begleiten mit dem Schwyzerörgeli sind Dur, Septime und Moll relevante Akkorde, dagegen die verminderten und übermässigen Akkorde eher unwichtig. Daher kann ich zu den verminderten und übermässigen Akkorden auch nicht viel sagen. (sorry)

Tonika
Ein Schwyzerörgeli Stück beseht meistens aus drei bis vier Teilen. Ein Teil eines Schwyzerörgeli Stücks ist in einer Tonart geschrieben. Die tonangebende Tonart nennt man die Tonika oder 1. Stufe.

Beispiel: C (Bass 2)Achtung, es kann innerhalb eines Teils einen Tonartwechsel geben. Nach dem Tonartwechsel gibt es auch eine neue Tonika.

Dominante
Wenn wir von der Tonika aus im Quintenzirkel im Uhrzeigersinn gehen, gelangen wir zur Dominante oder 5. Stufe.
Beispiel: G (Bass 1)

Subdominante
Wenn wir von der Tonika aus im Quintenzirkel im Gegenuhrzeigersinn gehen, gelangen wir zur Subdominante oder 4. Stufe.
Beispiel: F (Bass 3)

Parallelmoll
Jede Durtonart hat eine parallele Molltonart. Diese ist im Quintenzirkel jeweils auf gleicher Höhe gezeichnet (rot).
Beispiel: Bei C Dur ist a Moll die parallele Molltonart.(Beim Örgeli liegt die parallele Molltonart jeweils drei Bässe unter der Durtonart. Beispiel: Bass 7 (Des-Dur) dazu Bass 4 (b-Moll).)

Aufbau von Schwyzerörgeli Stücken
Oft. 1. Teil C
2. Teil eine Quinte tiefer, also G (Beginnt oft verkehrt also auf D Septime)
3. Teil eine Quinte höher, also F

Das ist natürlich nur eine von vielen Varianten. Es gibt sehr viele Ausnahmen.




Dur
Die Durakkorde benützt man, wenn
- man in der Tonika begeleitet.
- man in der Subdominante begeleitet.

Septime
Die Septimeakkorde benützt man,
- wenn man in der Dominante begeleitet.
- kurz vor dem Wechsel von der Tonika zur Subdominante.

Moll
Die Mollakkorde benützt man,
- wenn die Melodie in Moll steht.
- manchmal beim Wechsel von der Tonika zur Dominante. Hier wird das Parallelmoll verwendet.
- manchmal beim Wechsel von der Subdominante zur Tonika. Hier wird das Parallelmoll verwendet.Achtung, bei Moll nur den Grundbass (grosser Bass) benützen.

Verminderte
Die verminderten Akkorde kann man nicht beliebig verwenden, nur
- wenn die Melodie eine Bewegung macht, bei der ein verminderter Akkord passt.

Übermässige
Die übermässigen Akkorde kann man nicht beliebig verwenden, nur
- wenn die Melodie eine Bewegung macht, bei der ein übermässiger Akkord passt.

Adrian Gehri




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